Archiv des Autors: I.J.Melodia

Rückblick: ZUSAMMEN/KUNST!

Das Jahr 2020 wird nicht so schnell aus unserem kollektiven Gedächtnis verschwinden: Waldbrände auf der ganzen Welt, Heuschreckenplagen in Ostafrika und Pakistan, Massendemonstrationen gegen Rassismus und für den Klimaschutz.

Und natürlich ist da Corona. Im Grunde fehlen uns nur noch das Erscheinen Godzillas sowie ein Asteroideneinschlag. Aber noch ist das Jahr nicht vorbei. Daumen drücken!

Leider hat die Corona-Pandemie auch Künstler hart getroffen, und das schließt unsere „Zusammen/Kunst!“ nicht aus, die ursprünglich im September geplant war und letzten Endes ausfallen musste. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und Trübsal zu blasen ist nicht unsere Art. Daher schwelgen wir lieber in Erinnerungen an die vergangenen Veranstaltungen. Ein Rückblick.

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Sommerpause

Die 16 Seiten verabschieden sich in eine kurze, jedoch wohlverdiente, Sommerpause! Wir lesen uns auf jeden Fall im September und voraussichtlich mit 1-2 Neuigkeiten für euch.

Genießt die Sonne und nicht vergessen viel zu lesen!

Eure 16 Seiten-Redaktion

16 Fragen an James Partoir

16 Fragen an James Partoir

James Partoir haben wir euch bereits musikalisch vorgestellt (Eternal). Heute gibt es Infos zur Person und selbstverständlich seine Antworten auf die 16 Fragen.

James Partoir ist ein deutscher Fingerstyle-Gitarrist und –Komponist aus Marburg an der Lahn. Bereits als Kind lernte er neben seinem Hauptinstrument Schlagzeug noch Querflöte, Saxophon, Marimba und andere Percussions. Als Erwachsener entwickelte er zunehmend Interesse am Gitarrenspiel. Nach anfänglichem Covern von Instrumentalstücken des Fingerstyle-Gitarristen Isato Nakagawa auf der Konzertgitarre, gewann zunehmend die Westerngitarre an Bedeutung.

Inspiriert durch Künstler wie Andy McKee, Antoine Dufour, Trevor Gordon Hall und Tommy Emmanuel, komponiert James seit 2012 eigene Songs im Fingerpicking-Stil. Die melodischen Songs mit percussiven Elementen erzählen von der Schönheit der Natur, vom Menschsein und vom Glauben.

Mal leicht, mal energisch, immer rhythmisch-dynamisch und mitunter überraschend zart, beweist James, dass Musik nicht immer Gesang braucht, um ausdrucksvoll zu sein.

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Leselust/Lesefrust? Tagebuch eines anonymen Staplers

von Jan Hemmerich

Leselust/ Lesefrust, oder: Tagebuch eines anonymen Staplers

Bücher verursachen gelegentlich Stress. Insbesondere, wenn sie ungelesen sind.

Ungelesene Bücher sind Rudeltiere. Zumindest bei mir stapeln sie sich auf allen möglichen, freien Flächen und werden nicht weniger. Sie stapeln sich meistens nicht in dunklen Ecken, wo man sowieso nie hinschaut, sondern sind ganz präsent: auf dem Nachttisch zum Beispiel.

Der letzte Blick vorm Einschlafen macht einem also direkt bewusst: Du lässt nach! Wann willst Du das bitte alles lesen? Stress.

Morgens, wenn der Lesestapel in das goldene Licht des neuen Tages getaucht ist und irgendwie weniger furchteinflößend aussieht, flackert kurz Euphorie auf:

Heute! Heute wird mal direkt ein Buch beendet und ein neues mindestens bis zur Hälfte gelesen.

Beim Frühstück ist es dann unpassend, da will man zwar lesen, aber auch keine Marmelade auf die Buchseiten schmieren. Und sowieso: Lieber sich auf eine Sache voll und ganz konzentrieren. Der Weg zur Arbeit bietet sich zwar an, aber ein Buch beschwert den Rucksack doch empfindlich und eigentlich ist es im Zug auch viel zu laut.

Bei der Arbeit: Perfekt! Die Kollegin am Schreibtisch nebenan wird nur schnell misstrauisch. „Liest Du etwa?“ „Ja, ist Fachlektüre.“ „Wann schrieb Raymond Chandler über die Werbebranche?“ „…“

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Einkaufwagen

von Urs Jenni

Ich ahnte es schon, als ich aus dem Fenster schaute und die schwarzen Gewitterwolken sah. Es braute sich etwas zusammen. Klar, manchmal sollte man den meteorologischen Vorzeichen nicht so viel Bedeutung beimessen. Bezogen auf Kunden hilft es wenig, den Himmel zu beobachten. Und dennoch.

Jedenfalls kamen mir die beiden alten Damen sehr ungelegen. Ich war gerade in einem Gespräch mit einer äußerst ansehnlichen Frau. Das konnten die alten Damen zwar sehen, aber es schien sie nicht zu stören. Jedenfalls drängte sich die erste der beiden genau zwischen meine Gesprächspartnerin und mich, während ihr die andere Rückendeckung gab.

“Sie, wo gibt es denn in ihrem Laden Einkaufkörbchen?”, fragte die erste. Und die zweite schob nach: “Oder vielleicht Einkaufswagen?”

Ich lächelte sie freundlich an. Bekanntlich ist lächeln die netteste Art, die Zähne zu zeigen.

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