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Leselust oder Lesefrust? Die Ästhetik der Bücherregalogie

von Alina Becker

Die skurrilen Umstände bringen es mit sich, dass im Moment eine Menge Leute sehr viel Zeit haben, was sich in zahlreichen Ratgeberbeiträgen (ob im Fernsehen, in Zeitungen, als Blogbeiträge oder vollkommen ungewollt in Kettenbriefform über Muttis unzählige Whatsapp-Kontakte) niederschlägt. Nachdem ich sämtliche Ratschläge zur achtsamen und produktiven Nutzung der coronabedingten Isolationszeit umgesetzt, also den Frühjahrsputz hinter mich gebracht, eine dreistellige Anzahl Atemmasken genäht, eine neue Sprache gelernt, meinen Bikinibody perfektioniert, meinen Erstlingsroman vollendet und mich quer durch den Bocuse gekocht hatte, wurde es wieder Zeit für ein bisschen Realismus und Entspannung mit Youtube.

Entspannung? Wer hofft, beim hemmungslosen Passiv-Youtuben abschalten zu können, ohne ständig mit unterschwelligen Erinnerungen an seine eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert zu werden: Pustekuchen. Nach stundenlangem wildem Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Videos landete ich auf einem Clip, in dem ein nicht nennenswerter Influencer über ein nicht nennenswertes Thema schwadronierte – und zwar vor einem Bücherregal (IKEA, weiß, vermutlich Billy), das durch atemberaubende Ordnung, ja, man könnte fast sagen: Schönheit bestach. Ich brauchte eine Weile, bis mir klar wurde, was diesen (sicherlich ganz zufällig gewählten) Bücherhintergrund ausmachte: Der Hipster hatte seine Bücher nach Farben sortiert!

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KeinVerlag-Autorin Alina Becker beantwortet 16 Fragen.

16 Fragen an Alina Becker

Alina Becker ist KeinVerlag-Autorin, regelmäßige Teilnehmerin und Mitorganisatorin der ZUSAMMEN/KUNST!. Hier und heute ist sie vor allen Dingen unsere dritte Interviewpartnerin für die Rubrik 16 Fragen. Über sich selbst schreibt Alina:

KeinVerlag-Autorin Alina Becker beantwortet 16 Fragen.

KeinVerlag-Autorin Alina Becker beantwortet 16 Fragen.

„Guten Abend, alle miteinander. Mein Name ist Alina. Ich bin eine Ravenclaw, liebe Suppen jeglicher Art und mein Starterpokémon war meistens der Feuerstarter. Ich entstamme der Sippe der sieben Zwerge im Land der tausend Berge. Großen Ruhm erlangte ich dereinst mit meiner Pfirsichbowle. Mit sieben Jahren verfasste ich meine ersten Romane: ‚Weihnachten bei Familie Feldmaus‘ und ‚Eine Prinzessin hate keine Krone‘ (sic!). Seitdem ging es so steil bergab, dass es mich letztendlich ins Rotstiftmilieu trieb und ich mangels eigener Vorstellungskraft versuche, Kapital aus den kreativen Werken Dritter zu schlagen. Vielleicht kann ich davon irgendwann sogar meine Krankenversicherung bezahlen. Was ich hier mache? Ich liebe Fragebögen!“

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