16 Fragen an Dorothee Krämer

Wir freuen uns, euch erneut jemand Neues auf den 16 Seiten vorstellen und wie immer erfolgt das anhand einer kleinen Selbstvorstellung und der 16 Fragen.

Viel Spaß beim Kennenlernen von Dorothee Krämer:

16 Fragen an Dorothee Krämer

Dorothee Krämer, geb. 1971 in Wuppertal, dort studierte sie Germanistik. Heute lebt sie im niedersächsischen Bad Essen. Sie ist Dozentin für Alphabetisierungs- und Integrationskurse.

Gedichte veröffentlicht sie seit 2019 in Anthologien und Literaturzeitschriften, z.B. Dichtungsring, Wortschau, Litrobona, Reibeisen und im Signaturen Magazin.
2020 erhielt sie den Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis und war Preisträgerin beim Landschreiber Wettbewerb 2024. Sie hat zwei Lyrikbände veröffentlicht, zuletzt „Libellenabend“ in der Lyrik- Edition NEUN, Verlag der 9Reiche, Berlin 2025.
www.dorothee-kraemer.com

16 Fragen an Dorothee Krämer

  1. Wann stehen Sie morgens auf, wann gehen Sie abends schlafen?
    Um Viertel vor sechs klingelt der Wecker. Meistens endet der Tag so um 22 Uhr für mich. Falls mir nicht schon früher die Augen zufallen. Eine Nachteule bin ich nicht.
  2. Wenn Sie eine Zeitung aufschlagen, lesen Sie zuerst den Sportteil oder das Feuilleton?
    Weder noch, Lokales lese ich zuerst.
  3. Wirklich anspruchsvollen Menschen ist Glück gleichgültig, vor allem das der anderen.“ (Bertrand Russel) Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
    Ich bin schon froh, wenn das Unglück mich, meine Familie und meine Umwelt verschont. Sich und Andere aus dem Unglück befreien zu können, darauf kommt es an. Ich glaube, Russell hat schon Recht, wenn wir human sein wollen, sollten wir uns viel mehr das Leid und Unglück anderer Menschen ansehen und nicht ihr Glück.
  4. Welche Genüsse gönnen Sie sich im Alltag? Welche sind für Sie besonders?
    Ein schönes Gedicht oder Buch lesen, draußen in der Natur unterwegs sein oder Zeit im Garten verbringen und natürlich schwimmen. Als ich vier Jahre alt war, bin ich mit größtem Vergnügen zum ersten Mal vom 3-Meter-Brett gesprungen. Bis heute ist es für mich ein besonderer Genuss.
  5. Welches Buch/Album haben Sie zuletzt gelesen/gehört, wie hat es Ihnen gefallen?
    „Die Gleichzeitigkeit der Dinge„ von Husch Josten. Es ist heiter und traurig zugleich. Herrlich!
    Renaud Chapucon „ Le choses de la vie“ höre ich zurzeit sehr oft.
  6. Wer oder was inspiriert Sie und weshalb?
    Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal ist es ein bestimmtes Wort, das mich gedanklich beschäftigt. Manchmal ein Film, der mich erschüttert hat, oder ein Gedicht, das ich gelesen habe, oder, oder …
  7. Wie wichtig finden Sie Kontakte zu anderen Künstlern?
    Schon wichtig. Allerdings schätze ich mehr den persönlichen Kontakt.
  8. Wie würden Sie Ihren typischen künstlerischen Schaffensprozess beschreiben?
    Ob es ein Prozess ist, weiß ich nicht. Ich versuche Gedichte zu schreiben.
  9. Wie viel Zeit wenden Sie täglich für Ihre Kunst auf?
    Es gibt Wochen oder sogar Monate, an denen ich nichts schreibe. Dann wiederum entstehen zwei oder drei Gedichte am Tag.
  10. Wie gehen Sie mit Schaffenskrisen um?
    Ich glaube, dass ich mich als Dichterin in einer ständigen Schaffenskrise befinde. Mit jedem Gedicht schreibe ich dagegen an. Ansonsten aushalten, abwarten und mich mit anderen Dingen beschäftigen.
  11. Verfolgen Sie klare Ziele in Ihrer Kunst?
    Eher nicht.
  12. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem eigenen Tod?
    Ja, der Tod ist die einzige sichere Sache im Leben. Darauf kann ich mich verlassen.
  13. Woran glauben Sie und warum (nicht)?
    Spiritualität und Mystik sind für mich sehr wichtig.
  14. Wann haben Sie sich das letzte Mal geschämt und warum?
    Schon oft. Mit zunehmenden Alter, glaube ich, weniger. Scham hat ja auch eine Schutzfunktion, ebenso wie Angst.
  15. Wie wichtig sind Ihnen Manieren im Alltag?
    Es ist schön, wenn jemand sie hat. Jedoch können sie auch dogmatisch ein. Ich selbst empfinde manche „gute Manieren“ im Alltag als einengend. Verständnis gegenüber Menschen, die sich nicht an die Manieren halten, finde ich ebenso wichtig.
  16. Welche Ihre Eigenschaften sind Ihnen am wichtigsten?
    Pragmatisch sein, mein Humor, Resilienz.

Vielen Dank für die Beantwortung der 16 Fragen, Dorothee Krämer!

Mehr über Dorothee Krämer und ihre Kunst gibt es auf ihrer Homepage.

Hier gelangt ihr zum Archiv der 16 Fragen mit allen bisher veröffentlichten Ausgaben.

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