Wort der Woche #26

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Wort des Monats – Juli 2021

Jeden Monat möchten wir euch das beste, interessanteste, lustigste, bekloppteste Wort der Woche wählen lassen.

Ihr habt nun bis zum 31.08.2021 Zeit!

Wort des Monats – Juli 2021

Welches ist dein Wort des Monats?

Vielen Dank!

Falls ihr die besagten Wörter nochmals nachlesen möchtet:

Schmorakel, Kalsarikännit, Duseldüppen, fiemeln

Richter und Henker zugleich

Leselust/Lesefrust: Was habt ihr denn erwartet?

von Alina Becker

Er ist wieder da. Aus den unendlichen Bücherhallen in der Heiligen Stadt Köln auf direktem Wege weiß gewandet ins ebenso weiße Paradies, das furchtbar langweilig wäre, gäbe es da nicht die Möglichkeit „schlechte, missratene, ja vollkommene (sic!) miserable Bücher“[1] zu analysieren und zu verreißen. Was auf den ersten Blick wie ein Upgrade wirken mag, ist nichts weiter als der neueste, umstrittene Streich des SWR und des vor allem als Literaturkritiker bekannten Denis Scheck: Schecks Anti-Kanon.

Das Format ist kurz erklärt: Scheck, in optischer Anlehnung an Morgan Freemans Gott-Interpretation in Bruce Allmächtig, thront in einem weißen Studio vor vollen Bücherregalen mit nach hinten gedrehten Buchrücken und mokiert sich drei bis sechs Minuten lang in gewohnter Druckfrisch-Manier über ein literarisches Elaborat seiner Wahl. Zum Abschluss dann der Fingerzeig Gottes und ein Lichtblitz, der das geschmähte Werk nicht nur in Flammen aufgehen lässt, sondern gleich vaporisiert. Fahrenheit 451 plus. Die Auswahl der Werke: bestenfalls mäßig interessant.

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Wort der Woche #25

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

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Constanze Thum – Die komischen Wege

Mein Vater fragt mich: wie sind denn deine Pläne, wegen Teistungen jetzt?
Das Grenzlandmuseum Teistungen sucht ’nen Kurator. Ein Job, den ich machen kann.
Ich fahr vorbei an Schäfchenwolken, Wäldern und wilder Landschaft, nur dann und wann durchbrochen von Feldern. Dörfer, in denen der Handyempfang schlecht ist, schmiegen sich an dunkelgrüne Hügel.

Meine Professorin sagte mir: das Eichsfeld ist der Landstrich mit den meisten Wallfahrten im Jahr. Europaweit. Bayern und Katalonien gucken blöd aus der Wäsche.
Wenn ich hier bin, denke ich oft über Heimat nach. Meine Schulfreunde ziehen alle hier her zurück, bauen Häuser, kriegen Kinder, haben das Eichsfeld im Blut, heiraten, zur Hochzeit gibt’s Stracke und Gehacktes, selbstgeschlachtet – das muss schon sein.
Ich bin hier geboren. Meine Eltern nicht. Die sind eingewandert – das macht sonst keiner. Nur Eichsfelder ziehen ins Eichsfeld, wenn sie mal weg waren, gehen aber meistens gar nicht erst fort, seit Generationen nicht. Das Nachbarsdorf ist hier manchmal schon zu weit weg. Deshalb haben alle ihre eigene Kirmes.

Wenn ich meine Eltern besuche, sage ich, ich fahre nach Hause. Ich sage das aber auch, wenn ich zurück in meine eigene Wohnung fahre. Vielleicht steckt nichts dahinter, vielleicht ist auch einfach beides „zu Hause“. Heimat ist da, wo die Katze auf dich wartet. Oder wo der Schlüssel nach zehn Jahren immer noch in die Haustür passt.

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