blumenleere – versterben

vogel sein der erde entfliehen
wie im traum ein fall gen oben
& auch wenn es anders herum
zu sein scheint kann blosz tod
uns wirklich befreien materiell
gesehen tragen wir die buerde
unsres daseins in uns & das was
der schwerkraft entgegenspielt
erinnre uns an spirituelle wege
die emanzipation unsres geistes
vom leibe am kreuz der schnitt
wo raum & zeit einander gerne
begegnen um dann in diversere
richtungen zu streben laedt leid
uns ein uns selbst zu entfernen
von uns durch uns mit & in uns
das nahezu numinose moment
hinfort schwebender ewigkeit


Jede Menge Lyrik, Prosa und mehr von blumenleere findet ihr auf seiner Homepage: blumenleere.de

Wort der Woche #273

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Karin Klug – teile mich

nimm mich
schreit das gedicht
nimm mich mit
schlag mich auf
zieh mich rein
zieh mich aus
zerleg mich
in 1000 einzelteile

teile mich

ich will dir
tätowiert sein
in die hirnschlaufen
die herzausläufer

lass mich raus
lass mich rein
hör mir zu
erzähl mich weiter
flüstere der welt von mir

ich gehöre dir ganz dir
lieb mich hass mich
lies mich
lies mich
lies mich


Hier geht es auch zu den 16 Fragen an Karin Klug.

Wort der Woche #272

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Marion Margarethe Kecht – Transitpapiere

Ein Haus beziehen wollen
in einer Sprache,
die den Mund verletzt?
Ist nicht meines.
Bleibe fern.

Brot aufgebrochen, gerbend
vor Erinnerung?
Iss es nicht.
Es kennt einen anderen Hunger.

Der Pass, stöhnend wie ein verheddertes Insekt,
seine Flügel blau gestempelt?
Fälschung.
Fälschung und falsch verteilte Nachsicht.

Straßen aus Kies, die meinen
Namen proben,
ihn Silbe um Silbe zermalmen.

Die Uhren da seufzen anders.
Ticken seitwärts,
verweigern Kindheit.

Schnee fällt ohne Loyalität,
bleicht die Dächer
geborgter Stunden.

Hinterrücks ein Feld, das sich laut öffnet,
ausgebrannt.
Vorne eine Tür, die mein Gewicht verzögert erfasst.

Spiegel nahe der Grenze stottern.
Wollen sich
auf kein Gesicht einigen.

Abgetragenes ruft mit
verbrauchter Stimme,
geübt im Bitten.

Heimat, Heimat —
du bist meine Wunde,
die unversehrt reißt.


Hier geht es auch zu den 16 Fragen an Marion Margarethe Kecht.