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Sigune Schnabel - Im Blau der Stille

Sigune Schnabel – Im Blau der Stille

Unter schwarzem Himmel
gehen wir über Felder,
barfuß.

Wir vergessen,
wie neben uns die Jahre sterben.

Aus deiner Hand wächst
blauer Mohn
bis zu meinem Schulterblatt hinauf,
so weit,
dass er bald alle Worte überrankt,

und Blätter fallen
von der Sprache.


Übrigens ist Sigune Schnabels neuer Gedichtband „Auf Zimmer drei liegt die Sehnsucht“ Anfang Mai erschienen. Die Texte sind traurig, nachdenklich, (sprach)intensiv und stets wunderschön! Es lohnt sich!

Lyrik, Prosa sowie weitere Informationen über Sigune Schnabel findet ihr auf ihrer Homepage sowie auf ihrem KeinVerlag-Autorprofil: unangepasste.

Hier geht es auch zu den 16 Fragen mit Sigune Schnabel.

Sigune Schnabel – Vom Kai zieht Salzluft

Vom Kai zieht Salzluft

in mein Haar,
und Tage tragen graue Kleider,
gehen stumm an mir vorbei.
Nur Kinder sammeln noch Kastanien.
Zwischen Häuserfluchten
spielen Möwen.

Die Geduld
hat blaue Ränder.
Sieben Meilen fällt mein Wort,
zerschellt im Wind.

Du fügst dich in die Landschaft
wie ein Fels,
und wenn ich spreche,
breche ich
an dir
als Welle.

unangepasste

16 Fragen an Sigune Schnabel

16 Fragen an Sigune Schnabel

16 Fragen an Sigune Schnabel

Sigune Schnabel wurde 1981 in Filderstadt geboren und studierte in Düsseldorf Literaturübersetzen. 2014 begann sie, ihre Texte regelmäßig in Anthologien und Zeitschriften zu veröffentlichen, z. B. Die Rampe, Krautgarten, Karussell und mosaik.

Sie erhielt verschiedene Preise, war u. a. unter den Wettbewerbssiegern des Thuner Literaturfestivals Literaare im Februar 2017. Außerdem gehörte sie zu den neun Finalisten beim Literarischen März 2017. Am 16. Februar 2018 wurd sie mit dem Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis ausgezeichnet.

2017 erschien ihr Lyrikdebüt Apfeltage regnen im Geest-Verlag.

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