Sigune Schnabel – Sprache, dieses dünne Land

Das Meer ist meiner Fährte gefolgt
mit Zungen, die erschüttern,
und ich: ein Tier,
das aus der Sprache fällt
in luftgetränkte Welten.

Du stellst dich Wort für Wort
auf Deich und Wege.
Ich greife nur gelegentlich ein Stück.
Mal bist du Wind,
mal Schnee,
mal nur in meinem Kopf,
dem engen.
Um Längen bist du mir voraus.
Ich trinke die Erinnerung
und sinke in das Salz
der Wellen.


Lyrik, Prosa sowie weitere Informationen über Sigune Schnabel findet ihr u. a. auf ihrer Homepage sowie auf ihrem KeinVerlag-Autorprofil: unangepasste.

Hier geht es auch zu den 16 Fragen mit Sigune Schnabel.

Ein Gedanke zu „Sigune Schnabel – Sprache, dieses dünne Land

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.