Schlagwort-Archiv: I. J. Melodia

I. J. Melodia – Hemisphären

Ich küsse immerzu
die wilde Seite meines Gehirns
am Himmel
werfen Kometen dann Brandblasen
Sag mir nochmal
dass die Realität besser sei
als jeder Traum

Wieder gerate ich zwischen
diese erdachte Linie
zerfalle in Raum und Zeit

Setze mich wieder zusammen oder
trenne meine Haut von den Knochen
Mir bleibt die Frage
bin ich nur menschlich oder lebendig

Eher wächst mir
mein Verstand über den Kopf
als Gras über die Dinge


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I. J. Melodia – Metalle in deiner Stimme

Ein Klang nach Kupfer
schlägt erschöpfte Wünsche
in die Wände
meiner brüchigen Haut

Seit Jahren
verfuge ich die Risse
mit zu sandigem Lehm
Darin nisten nun Schwalben
brüten über deine Worte

Im Winter ziehen sie
gegossene Gleichgültigkeit
aus dem verbrannten Kern
streuen mir Grünspan in die Wunden


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I. J. Melodia – Herkunft liegt jenseits der Erinnerung

Damals war mein Herz in einem Alter
das noch nicht an Zukunft dachte
Entscheidungen küssten nur das Gefühl

Jede Idee hat Konsequenzen
hörte ich die Stimmen meiner Eltern
Ich malte ihre Sprechblasen aus
in allen Farben meines Heranwachsens

Die vergangenen Jahre
schweigen im Staub
der sich langsam legt

Mein Blut offenbart
Ich bin der Sohn meines Vaters
spreche meiner Mutter Sprache
er ist nur noch ein Phantom
und sie als Nebel
sitzt auf den Hügeln

Meine Opfergaben kommen
viel zu spät


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I. J. Melodia – Dieses Meer hat keine Küsten

Im Fahrwasser der Gezeiten
klebt zu viel Sand
zwischen Fingern und Erinnerungen
Die Haare mit Wellen gekrönt
nur Salz tränkt die Haut
über der schwarzen Tiefe

Dieses Meer hat keine Küsten

Gestirne weisen den Weg
wir folgen den Westwinden
in die Weite, ins Ungewisse

Dieses Meer hat keine Küsten
wir keinen Anker

Die Lippen schmecken
kaum noch das letzte Ufer


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