16 Fragen an Ruth Forschbach

Wir freuen uns, euch erneut jemand Neues auf den 16 Seiten vorstellen und wie immer erfolgt das anhand einer kleinen Selbstvorstellung und der 16 Fragen.

Viel Spaß beim Kennenlernen von Ruth Forschbach:

16 Fragen an Ruth Forschbach

Ruth Forschbach, wohnhaft in Frechen bei Köln und Berlin. Studium BWL/Personalmanagement und Kommunikations-Psychologie, Autorin, Lyrikerin, Moderatorin.

Veröffentlicht seit 2021 Gedichte und Kurzgeschichten in deutscher Sprache. Mitglied in der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig, des Europa Literaturkreis Kapfenberg/Österreich, Lyrik lebt e.V., Literaturszene Köln und des Autorenkreises Rhein-Erft. Die Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Fachrichtungen liegt Ruth Forschbach besonders am Herzen. So konzipiert und veranstaltet sie mit Künstlerkollegen/Innen mehrfach im Jahr Gemeinschafts-Projekte.

Veröffentlichungen

  • „Das Beständige im Flüchtigen“, Geest Verlag, 2025, ISBN 978-3-69064-524-9
  • „Unterwegs“, Epubli Verlag, 2023, ISBN 978-3757581657
  • „Im Inneren der Zeit“, Epubli Verlag, 2022, ISBN 978-3-7565-1173-0
  • „Zwischen Punkt und Komma“, Epubli Verlag, 2021, ISBN 978-3-7541-1846-7

    Darüber hinaus eine Vielzahl Veröffentlichungenin Anthologien, u.a. Versnetze, 365 Tage Liebe, 365 Tage Frieden und Posiealbum.

16 Fragen an Ruth Forschbach

  1. Wann stehen Sie morgens auf, wann gehen Sie abends schlafen?
    Ich bin eine Frühaufsteherin. Regelmäßig beenden die Neandertaler-Gene, diese sollen dafür verantwortlich sein, meine Nachtruhe schon zu früher Stunde. Zwischen 22:30 Uhr und 23:00 Uhr wird’s in meinem Schlafzimmer dunkel.
  2. Wenn Sie eine Zeitung aufschlagen, lesen Sie zuerst den Sportteil oder das Feuilleton?
    Flott die Schlagzeile überfliegen, dann Wechsel ins Lokale, weiter geht`s zum Kulturteil, Kolumnen und die Todesanzeigen (!).
  3. Wirklich anspruchsvollen Menschen ist Glück gleichgültig, vor allem das der anderen.“ (Bertrand Russel) Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
    Hm, zunächst einmal – wie definiere ich „Glück und Anspruch“? Ich bin ein dankbarer Mensch, der das Positive, das kleine Glück im Gewirr des Alltags erkennen kann: Eine wertschätzende Rückmeldung, das Lächeln eines Fremden, kleine Überraschungen, handgeschriebene Nachrichten von meinem Lebensmenschen, ein Anruf meines Sohnes und blindlings Blühendes im Garten.
  4. Welche Genüsse gönnen Sie sich im Alltag? Welche sind für Sie besonders?
    Mein größter Genuss ist die Freiheit, mich nicht mehr in einem engen „Brot-Job-Korsett“ zu befinden. Daraus ergeben sich unendliche viele kleine und große Genüsse jedweder Art.
  5. Welches Buch/Album haben Sie zuletzt gelesen/gehört, wie hat es Ihnen gefallen?
    „Die Postkarte“ (Anne Berst);
    „Für Polina“ (Takis Würger);
    erneut „Vom Ende der Einsamkeit“ (Benedict Wells);
    Ich mag das Bitter-Süße, das Menschwerden, das Scheitern und Wiederaufstehen der Heldinnen und Helden in den Geschichten. Dazwischen genieße ich Lyrik und Prosa meiner Kolleginnen und Kollegen.
  6. Wer oder was inspiriert Sie und weshalb?
    Eine Begegnung, ein Wort – gesprochen oder gelesen -, ein melancholischer Gedanke, ein Spaziergang, ein gutes Essen, ein altes Foto… all dies löst Emotionen aus und die brauche ich zum Schreiben.
  7. Wie wichtig finden Sie Kontakte zu anderen Künstlern?
    Für mich sind Kontakte zu anderen Künstlern, gerne auch genreübergreifend, enorm wichtig. Jeder Austausch inspiriert mich, weitet meinen Horizont und löst den Tunnelblick.
  8. Wie würden Sie Ihren typischen künstlerischen Schaffensprozess beschreiben?
    Ich habe keinen typischen Schaffensprozess. Manchmal reicht eine Melodie oder ein einziges Wort und ich muss „alles stehen und liegen lassen“ und die aufgeploppte Gedankenblase festhalten. Ich habe einige (!) Notizbücher, in denen hastig geschriebene Wortgebilde auf Wiederbelebung warten. Außerdem – fast überall liegen Wortfetzenzettel im Haus herum.
  9. Wie viel Zeit wenden Sie täglich für Ihre Kunst auf?
    Durchschnittlich mindestens 2 Stunden pro Tag. Diese Zeit beinhaltet aber auch das Organisatorische, die Projetarbeit mit anderen Künstlern, Konzeptionierung neuer Programme etc.
  10. Wie gehen Sie mit Schaffenskrisen um?
    Mit der größtmöglichen Gelassenheit. (Ich übe und übe und übe mich darin!)
  11. Verfolgen Sie klare Ziele in Ihrer Kunst?
    Ich verstehe meine Lyrik und Prosa als Brückenschlag hin zu anderen Menschen. Sicherlich ist es auch eine Verarbeitung meiner Emotionen und Erlebnisse, die ich mit anderen teilen möchte. Schreiben, um nicht alles sagen zu müssen.
  12. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem eigenen Tod?
    Ja, das tue ich. Der Tod kommt für uns alle mit absoluter Gewissheit.
  13. Woran glauben Sie und warum (nicht)?
    Ich bin christlich sozialisiert worden. Der Gedanke, dass mich der Glaube trägt, ich, als Mensch, nicht alles regeln kann und muss, hat mich durch schwere Zeiten geleitet und entlastet.
  14. Wann haben Sie sich das letzte Mal geschämt und warum?
    Fremdschämen trifft es wohl eher. Und dies könnte ich fast täglich beim Blick auf das politische Weltgeschehen.
  15. Wie wichtig sind Ihnen Manieren im Alltag?
    Manieren, sich rücksichtsvoll und wertschätzend anderen gegenüber zu verhalten, sind für mich unabdingbare, zeitlose Garanten für ein funktionierendes Miteinander und beinhalten Respekt und Höflichkeit. Also, enorm wichtig!
  16. Welche Ihre Eigenschaften sind Ihnen am wichtigsten?
    Ein humorvolles „Stehaufmännchen“ (nein, nicht „Frauchen“) bin ich. Meine Mitmenschen schätzen meine Loyalität, Empathie und mein Verständnis.

Vielen Dank für die Beantwortung der 16 Fragen, Ruth Forschbach!

Mehr über Ruth Forschbach und ihre Kunst gibt es auf ihrer Homepage.

Hier gelangt ihr zum Archiv der 16 Fragen mit allen bisher veröffentlichten Ausgaben.

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