Ein Haus beziehen wollen
in einer Sprache,
die den Mund verletzt?
Ist nicht meines.
Bleibe fern.
Brot aufgebrochen, gerbend
vor Erinnerung?
Iss es nicht.
Es kennt einen anderen Hunger.
Der Pass, stöhnend wie ein verheddertes Insekt,
seine Flügel blau gestempelt?
Fälschung.
Fälschung und falsch verteilte Nachsicht.
Straßen aus Kies, die meinen
Namen proben,
ihn Silbe um Silbe zermalmen.
Die Uhren da seufzen anders.
Ticken seitwärts,
verweigern Kindheit.
Schnee fällt ohne Loyalität,
bleicht die Dächer
geborgter Stunden.
Hinterrücks ein Feld, das sich laut öffnet,
ausgebrannt.
Vorne eine Tür, die mein Gewicht verzögert erfasst.
Spiegel nahe der Grenze stottern.
Wollen sich
auf kein Gesicht einigen.
Abgetragenes ruft mit
verbrauchter Stimme,
geübt im Bitten.
Heimat, Heimat —
du bist meine Wunde,
die unversehrt reißt.
Hier geht es auch zu den 16 Fragen an Marion Margarethe Kecht.