Wir freuen uns, euch erneut jemand Neues auf den 16 Seiten vorstellen und wie immer erfolgt das anhand einer kleinen Selbstvorstellung und der 16 Fragen.
Viel Spaß beim Kennenlernen von Marion Margarethe Kecht:

Marion Margarethe Kecht
Marion Margarethe Kecht, geboren 1984 in Bad Reichenhall, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität Wien. Danach arbeitete sie als Assistentin in diversen Büros, u.a. in einer Kanzlei für Menschenrechte sowie bei der Arbeiterkammer Wien.
Inzwischen ist sie freie Lektorin und lebt als freischaffende Lyrikerin in Wien. Ihr Debüt „VAKUUM“ ist bislang noch unveröffentlicht.
Ihre Gedichte sind bislang erschienen in diversen Magazinen und Online-Plattformen wie u.a. in „WORTSCHAU“, „Signaturen-Magazin“, „Die Brache“ „Mosaik“, „Das Gedicht (Online-Blog)“ , „Poesiegalerie“.
Instagram: @marion_margarethe
16 Fragen an Marion Margarethe Kecht
- Wann stehen Sie morgens auf, wann gehen Sie abends schlafen?
Meist gegen 8 Uhr morgens, da ich mir meine Zeit derzeit selbst einteilen kann. Ich bin keine Nachteule und gehe gern früher schlafen. - Wenn Sie eine Zeitung aufschlagen, lesen Sie zuerst den Sportteil oder das Feuilleton?
Weder noch. Ich schlage zuerst die Witze und danach die Außenpolitik auf. - „Wirklich anspruchsvollen Menschen ist Glück gleichgültig, vor allem das der anderen.“ (Bertrand Russel) Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
Diesem Satz kann ich so nicht zustimmen. Ich verstehe, worauf er anspielt, aber ich glaube, dass wir alle – ob wir wollen oder nicht – dem so genannten Glück hinterherjagen. Mit dem Alter werden die Illusionen weniger, dafür entdeckt man andere Qualitäten, die das Leben für einen bereithält. Anspruch mit Gleichgültigkeit gleichzusetzen, überzeugt mich nicht. - Welche Genüsse gönnen Sie sich im Alltag? Welche sind für Sie besonders?
Ich bin ein Mensch mit vielen Lastern und geradezu genusssüchtig. Die Liste wäre also endlos. - Welches Buch/Album haben Sie zuletzt gelesen/gehört, wie hat es Ihnen gefallen?
‚Kälter’ von Andreas Pflüger. Das hat mir ausgezeichnet gefallen. Meist lese ich mehrere Bücher parallel. - Wer oder was inspiriert Sie und weshalb?
Jesus Christus. - Wie wichtig finden Sie Kontakte zu anderen Künstlern?
Bereichernd und wichtig – schon deshalb, weil es kein schönes Gefühl ist, mit niemandem über Dichtung im Allgemeinen und die eigene im Speziellen sprechen zu können. - Wie würden Sie Ihren typischen künstlerischen Schaffensprozess beschreiben?
Aufreibend, getrieben, manchmal ängstlich, oftmals schwierig. Nichts löst jedoch ein so beglückendes Gefühl aus wie der Moment, in dem man spürt, dass etwas gelungen ist. Und wenn ich mitten in einer Arbeit bin, feile ich stundenlang und immer wieder an einem Gedicht. - Wie viel Zeit wenden Sie täglich für Ihre Kunst auf?
Ich versuche, täglich zumindest einen guten Vers zu schreiben. Eine Vielschreiberin, die am Fließband produziert, bin ich nicht. - Wie gehen Sie mit Schaffenskrisen um?
Nicht gut. Ich weiche dann oft aus oder betäube mich. - Verfolgen Sie klare Ziele in Ihrer Kunst?
Ja – aber ich kann nicht genau sagen, wohin es sich entwickeln wird. Ich möchte etwas Relevantes schreiben und arbeite darauf hin. Freundliche Naturlyrik zum Beispiel würde mir nicht genügen. - Beschäftigen Sie sich mit Ihrem eigenen Tod?
Ja, sehr oft. Der Tod ist auch in meinem Schreiben in unterschiedlichen Verkleidungen anwesend. Am meisten fürchte ich jedoch den Tod im Leben – und dass mir nahestehende Menschen vor mir gehen. - Woran glauben Sie und warum (nicht)?
An Gott, an das Wort – und manchmal an mich selbst. - Wann haben Sie sich das letzte Mal geschämt und warum?
Diese Frage erscheint mir merkwürdig, deshalb möchte ich sie nicht beantworten. - Wie wichtig sind Ihnen Manieren im Alltag?
Sehr wichtig. Bei mir selbst wie bei anderen. Ich habe eine Schwäche für Gentlemen der alten Schule. - Welche Ihre Eigenschaften sind Ihnen am wichtigsten?
Schwer zu sagen. Manchmal kenne ich meine Eigenschaften nicht genau. Vielleicht meine Widersprüchlichkeit. Sie erschwert vieles – aber möglicherweise ist sie genau das, was mich ausmacht.
Vielen Dank für die Beantwortung der 16 Fragen, Marion Margarethe Kecht!
Mehr über Marion Margarethe Kecht und ihre Kunst gibt es auf ihrem Instagram-Account.
Hier gelangt ihr zum Archiv der 16 Fragen mit allen bisher veröffentlichten Ausgaben.