Sommerpause 2021 – Lesetipp Nr. 1

Die 16 Seiten befinden sich nun für 3 Wochen in einer wohlverdienten Sommerpause! Mehr oder weniger.

Denn für diese Zeit haben wir euch ein paar Lesetipps vorbereitet. Egal ob der Sommer weiterhin verregnet ist oder ihr um jegliche Art von Abkühlung bettelt, egal ob am Strand oder auf Balkonien: Diese Tipps sind eines Sommers würdig.

Lesetipp Nr. 1: Alex Garland – Der Strand

Alex Garland – Der Strand

Richard reist nach seinem Schulabschluss durch Thailand und möchte authentische Erfahrungen sammeln, Abenteuer erleben. Daher vermeidet er von Touristen überlaufenen Orte. Alsbald kommt er in den Besitz einer Karte, die ihm den Weg zu einem unberührten Strand weist, was ihm geradezu wie das Paradies erscheint. Dieser befindet sich in einem, für Personen eigentlich, unzugänglichen Nationalpark.

Tags darauf bricht Richard umgehend auf, diesen Strand zu finden. Begleiter wird er von einem Pärchen, mit dem er sich angefreundet hat.

Unter Mühen und Gefahren erreichen sie, auch dank der Hilfe eines neuen Freundes, schließlich den Strand. Dieser ist allerdings bereits von einer Kommune von Aussteigern aus aller Welt bewohnt.

Richard fügt sich schnell in das vorherrschende Machtgefüge ein. Die Kommune ist zwar streng hierarchisch strukturiert, lebt aber dennoch harmonisch und unter regen Drogenkonsum friedlich miteinander. Bis nach einem Unfall und einer Verkettung von Ereignissen der Frieden zu zerbrechen beginnt und alles aus den Fugen gerät.

Spoiler
Denn auf der Insel wird von der Regierung gezielt Marihuana angebaut, das von den Bewohnern gestohlen wird. Als immer mehr Menschen den Strand erreichen, auch dank Richards unbeabsichtigte Erzählungen auf seiner Reise, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Pulverfass explodiert.

So werden ein paar Aussteiger von einem Hai angegriffen, die ganze Kommune erleidet eine Lebensmittelvergiftung und einige der Neuankömmlinge werden von den Wachen der Plantage erschlagen. Danach zieht der Strudel der Gewalt alle noch tiefer mit sich.

Fazit:

Ein modernes «Herr der Fliegen», in dem realistisch beschrieben Charaktere genug Platz zum Entfalten bekommen und die Konflikte untereinander nachvollziehbar machen. Die Geschichte wird gut aufgebaut und die Spannung ist beim Lesen spürbar.

Ja, die zweite Hälfte ist zum Teilen sicher übertrieben und von Thailand ist bis auf den Beginn nichts mehr zu finden (die Handlung könnte genauso gut auf Hawaii spielen) und trotz seiner Gewaltdarstellung, ist «Der Strand» vielleicht eher ein Jugendbuch, als ein «erwachsener» Thriller.

Es lohnt sich dennoch! Utopia, Dystopie, Sehnsucht, Egoismus, Liebe, Selbsterhaltungstrieb, Authentizität, Macht, Grauen, Erleichterung, Sonne und Meer. All das bietet dieses Buch und erzeugt somit ein perfektes Sommergefühl, selbst wenn dieser verregnet sein sollte. Dann eben nur in der Fantasie.  


Ansonsten stöbert doch etwas in unserem Archiv (siehe rechts) und stimmt für das Wort des Monats Juli (und später August) ab!

Ihr lest uns hier wieder ab dem 04. September.

Genießt den Sommer und nicht vergessen: viel lesen!

Eure 16 Seiten-Redaktion

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