16 Fragen an Minze

16 Fragen an Minze

Heute möchten wir euch mal wieder jemand Neues auf den 16 Seiten vorstellen und wie immer erfolgt das anhand einer kleinen Selbstvorstellung und der 16 Fragen.

Viel Spaß beim Kennenlernen von Minze:

Ich bin 35 Jahre alt und lebe mit meiner vierköpfigen Familie in Baden-Württemberg. Ich fühl mich wohl, wenn ich vieles spüre und lebe: In Beziehung, Familie, Arbeit, in mir. Ich äußere mich viel, das Schreiben ist (zunächst) die weniger laute Form dazu.

16 Fragen an Minze

  1. Wann stehen Sie morgens auf, wann gehen Sie abends schlafen?
    6:30 Uhr steh ich auf, gegen 22 Uhr schlafe ich.
  2. Wenn Sie eine Zeitung aufschlagen, lesen Sie zuerst den Sportteil oder das Feuilleton?
    Politik interessiert mich am meisten in der Zeitung.
  3. Wirklich anspruchsvollen Menschen ist Glück gleichgültig, vor allem das der anderen.“ (Bertrand Russel) Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
    Anspruchslos sein könnte man mit einem Begriff von genügsam sein verbinden – was bestimmt zu Glück beiträgt. Aber das wäre dem Glück Empfindendem nicht unbedingt gleichgültig. Mehr kann ich dazu spontan nicht sagen.
  4. Welche Genüsse gönnen Sie sich im Alltag? Welche sind für Sie besonders?
    Kochen, essen, Kaffee, Nähe. Besonders ist für mich morgens alleine Kaffee zu trinken und zu lesen, laufen zu gehen.
  5. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen, wie hat es Ihnen gefallen?
    Ich habe in Mariana Leky „Kummer aller Art gelesen“ und Janosch „Die Fiedelgrille und der Maulwurf und Der alte Mann und der Bär“ – rührt mich an, ich bleibe dran, an beiden. Ich höre gerade Faber, LP, Creedence und Neil Young.
  6. Wer oder was inspiriert Sie und weshalb?
    Meine Kinder, sie sind lustig und neugierig. Mein Kinderarzt, weil er so ruhig und gelassen ist. Meine Frauenärztin, weil sie klug und unabhängig ist. Meine Oma, weil sie stark und duldsam ist. Mein Mann, weil er genügsam ist.
  7. Wie wichtig finden Sie Kontakte zu anderen Künstlern?
    Super, weil so neue Sprache, neues Verstehen, neuer Ausdruck entstehen und weil für mich Kunst immer Kommunikation und Interaktion bedeutet. Das gelingt mit anderen Künstlern, die da etwas aufnehmen und zurückgeben können – im weitesten Sinne, aber auch in der ganz konkreten gemeinsamen Interaktion. Verstehen gelingt im Austausch, in einer Reaktion, in einem Aufnehmen voneinander.
  8. Wie würden Sie Ihren typischen künstlerischen Schaffensprozess beschreiben?
    In mir sammeln sich Bilder, Worte, Kommentare, Gespräche, Fragen, Empfindungen, Konstrukte, die zusammenwachsen, wenn sich genügend Stoff verbunden hat, habe ich den Impuls, dass ich etwas nun sagen kann, miteinander verbinden. Ich setzte mich hin, schreibe dann in 30-90 Minuten etwas auf, im Flow, dann lese ich es wieder und wieder und kann es langsam verstehen, auf eine literarische Weise, ich drehe mich um die Worte, lese es sehr oft wieder und kann es noch genauer fassen, schäle sie, verändere, ergänze, bis es so klingt, wie es ganz ist.
  9. Wie viel Zeit wenden Sie täglich für Ihre Kunst auf?
    Ich gehe meinem Gefühl und Gedanken täglich nach, sammle manchmal bewusster, manchmal unbewusster Dinge, die ich zu Text bringe, ich hebe die Fäden auf. Ich schreibe vielleicht momentan so alle zehn Tage. Manchmal überkommt es mich auch schneller.
  10. Wie gehen Sie mit Schaffenskrisen um?
    Ich vertraue darauf, dass das Schreiben nicht mehr versiegen wird und dass, wenn es wichtig ist, ich mich in Worte fassen kann.
  11. Verfolgen Sie klare Ziele in Ihrer Kunst?
    Ich möchte meine Perspektiven und die Perspektiven, mit denen ich konfrontiert werde in meinem Leben, reflektieren, ansehen, will Beziehungen und Situationen auf den Grund gehen, will probehandeln und mit mir und meinem Innern spielen. Will es verstehen, Zugänge legen. Und das alles zeigen.
  12. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem eigenen Tod?
    Ja, er ist mir bewusst und entwickelt Ansprüche an mein Leben – um wieder darauf zurück zu kommen.
  13. Woran glauben Sie und warum (nicht)?
    Ich glaube, dass es Sinn ergibt, hier zu sein und zu leben. Und der mir eindrücklichste Sinn ist Beziehung und mit sich eins zu sein.
  14. Wann haben Sie sich das letzte Mal geschämt und warum?
    Als ich zu laut mit meinen Kindern war, weil ich es nicht schön finde, wenn sie mich aggressiv erleben.
  15. Wie wichtig sind Ihnen Manieren im Alltag?
    Mir ist es wichtig, sich anzusehen und zu grüßen und eine freundliche Sprache miteinander zu verwenden. Hilfsbereitschaft finde ich wichtig.
  16. Welche Ihre Eigenschaften sind Ihnen am wichtigsten?
    Ehrlichkeit, Herzlichkeit, Offenheit, Verbindlichkeit.

Vielen Dank für die Beantwortung der 16 Fragen, Minze!

Lyrik und Prosa von Minze findet ihr hier: minze.

Hier gelangt ihr zum Archiv der 16 Fragen mit allen bisher veröffentlichten Ausgaben.

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