Heute betrete ich den Hof einer Kirche. Seltsam. Ich kann mich nicht erinnern, dies jemals getan zu haben.
Schon während meiner Kindheit hat mir Vater von den Gräueltaten der Christen erzählt: Sie haben unsere Ahnen in Ketten gelegt und auf Schiffe gebracht. Das schwere Los der zahllosen Unschuldigen erschüttert mich.
„Sogar Schweine werden besser behandelt“, pflegte Vater zu sagen. Dann erzählte er von den Schrecknissen, denen die Hinterbliebenen zum Opfer gefallen waren.
„Die Eindringlinge beraubten Bildungseinrichtungen und Gebetshäuser, machten ganze Städte und Dörfer dem Erdboden gleich. Außerdem wurden die Menschen auch im eigenen Reich zutiefst gedemütigt. Aus Gelehrten und Kaufleuten wurden Bauernknechte. Königinnen und Geistliche wurden zu Köchinnen und Putzfrauen gemacht … Rücksichtslos wurde die Ehre der sittsamen Töchter verletzt!“
Auch jetzt sehe ich Vaters Lippen vor mir beben, höre und spüre das Zittern seiner Stimme.
