16 Fragen an Philipp L’étranger

16 Fragen an Philipp L’étranger

Unsere Sommerpause ist vorbei und wir freuen uns sehr, euch einen neuen Autoren präsentieren zu dürfen! Traditionell geschieht dies mit unseren 16 Fragen und einer kleinen Vorstellung.

Philipp L’étranger: Ich lebe seit 1975 in München. Nach dem erfolgreichen Studium der Physik folgte eine berufliche Laufbahn in der IT- Branche. Seit 2019 bin ich im Ruhestand, und habe in dieser Zeit mein Interesse am Schreiben wiederbelebt. Im Jahr 2020 habe ich begonnen, Gedichte auf verschiedenen Internetplattformen zu veröffentlichen.

Eine Veröffentlichung mit dem Gedicht „das herbsten“ im Rahmen von „Walthers Anthologie 2020“ in der Doppelausgabe 9 und 10 von „zugetextet.com“ (auch als Druckexemplar zu beziehen).

Auf dem Autorenforum www.keinverlag.de veröffentlicht er unter dem Pseudonym „Létranger“.

16 Fragen an Philipp L’étranger

  1. Wann stehen Sie morgens auf, wann gehen Sie abends schlafen?
    Ich stehe zwischen 7 und 8 Uhr morgens auf, und gehe meist noch am gleichen Tage schlafen.
  2. Wenn Sie eine Zeitung aufschlagen, lesen Sie zuerst den Sportteil oder das Feuilleton?
    Ich lese nicht häufig Zeitung, eher am Wochenende, und folge dabei spontan meinem Tagesinteresse.
  3. Wirklich anspruchsvollen Menschen ist Glück gleichgültig, vor allem das der anderen.“ (Bertrand Russel) Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
    Ich kann mit diesem Satz gar nichts anfangen. Was sind wirklich anspruchsvolle Menschen, und was ist Glück? In meinen Gedichten versuche ich immer wieder, solche Konzepte zu hinterfragen.
  4. Welche Genüsse gönnen Sie sich im Alltag? Welche sind für Sie besonders?
    Ich gehe gerne mit dem Hund spazieren, lese, schreibe – auch Tagebuch und Emails. Besonders liebe ich Straßencafés, Kino, Livemusik.
  5. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen, wie hat es Ihnen gefallen?
    Ich lese zur Zeit Anthologien, sowie Gedichte aus dem 20. und 21. Jahrhundert auf diversen Internetquellen, dazu Aufsätze über Poetik und Essays über gesellschaftliche und geschichtliche Themenstellungen, z.B. aus der Onleihe. Mir gefällt die Mischung. Meine Interessen wandern und wandeln sich derzeit ständig.
  6. Wer oder was inspiriert Sie und weshalb?
    Ich lasse mich hauptsächlich von Erinnerungen inspirieren, von meiner Lektüre und von meiner Wahrnehmung der Zeit, in der ich lebe.
  7. Wie wichtig finden Sie Kontakte zu anderen Künstlern?
    Ich mag den Kontakt zu anderen Künstlern sehr gern. Gedankenaustausch auf Augenhöhe ist schwer zu finden. Die Versuchung, Hierarchien aufzubauen, ist riesig. Generell sind aber Künstler und Hobbykünstler keine besseren Menschen, als die anderen. Ich finde Austausch generell bereichernd.
  8. Wie würden Sie Ihren typischen künstlerischen Schaffensprozess beschreiben?
    Gedichte entstehen bei mir auf sehr unterschiedliche Weise, zum Beispiel aus thematischen Anstößen von Innen oder Außen, aus Worten und Satzbruchstücken, die mir zufliegen, oder einfach aus dem Wunsch, neue Formen und Schreibideen auszuprobieren (meist auf der Basis alter Texte). Irgendwann kommt der Entstehungsprozess in Schwung und erzeugt eine Rohfassung, an der ich dann weiterarbeite.
  9. Wie viel Zeit wenden Sie täglich für Ihre Kunst auf?
    Ich schreibe nicht häufig länger als eine Stunde lang. Wenn ich das Lesen und die Forenkommunikation dazu zähle, kann ich leicht auch mal mehrere Stunden am Tag mit den Gedichten verbringen.
  10. Wie gehen Sie mit Schaffenskrisen um?
    Ich schreibe und probiere neue oder alte Formen und Schreibweisen aus.
  11. Verfolgen Sie klare Ziele in Ihrer Kunst?
    Ich versuche, mich nicht zu wichtig nehmen. Ich möchte lernen und in Bewegung bleiben.
  12. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem eigenen Tod?
    Mich beschäftigt die Begrenztheit der mir verbleibenden Zeit, selbst wenn es gut läuft.
  13. Woran glauben Sie und warum (nicht)?
    Ich glaube kaum, ich zweifle.
  14. Wann haben Sie sich das letzte Mal geschämt und warum?
    Ich habe in der Kindheit (vermutlich wie die meisten Menschen) gelernt, mich zu schämen. Ich bemühe mich zeitlebens, es zu verlernen.
  15. Wie wichtig sind Ihnen Manieren im Alltag?
    Ich habe keine klare Vorstellung von dem Begriff „Manieren“. Aber ja, es gibt Verhaltensweisen, die mich abstoßen und verstören oder ekeln.
  16. Welche Ihre Eigenschaften sind Ihnen am wichtigsten?
    Welche meiner Eigenschaften mir am wichtigsten sind – dass habe ich mich zum letzten Mal in meiner letzten beruflichen Bewerbungsphase gefragt. Ich zweifle gern und gut.

Vielen Dank für die Beantwortung der 16 Fragen, Herr L’étranger!

Lyrik von Létranger findet ihr auf seinem KeinVerlag-Autorenprofil: Létranger.

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