Archiv des Autors: Sechzehn Seiten

I. J. Melodia – Metalle in deiner Stimme

Ein Klang nach Kupfer
schlägt erschöpfte Wünsche
in die Wände
meiner brüchigen Haut

Seit Jahren
verfuge ich die Risse
mit zu sandigem Lehm
Darin nisten nun Schwalben
brüten über deine Worte

Im Winter ziehen sie
gegossene Gleichgültigkeit
aus dem verbrannten Kern
streuen mir Grünspan in die Wunden


Lyrik, Prosa und mehr von I. J. Melodia findet ihr auf seiner Homepage und auf seinem KeinVerlag-Autorprofil: Melodia.

Hier geht es auch zu den 16 Fragen an I. J. Melodia.

Wort der Woche #228

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Diana Jahr – leise laute

geriffelt, ein abend voller linien, im haus, grün, und außerhalb der wände spielt eine glocke den totentanz, weit werfe ich meine stimme in den raum, gehimmelt, gerüttelt das leben der lauthalsigen, im küssen und lauschen liegt eine geschwungene sprache


Lyrik und Prosa von Diana Jahr findet ihr auch auf ihrem Blog: verssprünge.

Hier geht es auch zu den 16 Fragen an Diana Jahr.

Wort der Woche #227

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Helmut Blepp – Mittags zieht saurer Geruch durch die Gassen

Im Winter liegt das Tal im Schatten
heiß eingekesselt im Sommer
und immer trocken im steten Wind

Aus den Rissen im Asphalt wuchert Unkraut
Katzen lassen sich die Nasen kitzeln
und wärmen ihre Bäuche auf dem Mittelstreifen

Staubwolken über den Dächern
von dröhnenden LKWs
die das Dorf umfahren

Auf den Äckern hinterm Ortsschild
bedächtige Störche
dahinter die Windräder
die den Horizont einteilen
in verblichene Sehnsuchtslandschaften

Jauchegestank aus den Hoftoren
dazu der Geruch gekochten Kohls
mit gepfefferter Wurstsuppe
durch offene Küchenfenster

Geschirrgeklapper zum ersten Glockenschlag
die Vögel verstummen in den Hecken
keine Fehlzündungen mehr
nur schwer verdauliche Gebete


Hier geht es zu den 16 Fragen an Helmut Blepp.