Archiv des Autors: Sechzehn Seiten

Wort der Woche #168

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Bastian Kienitz – Die Garnele

noch tanzt du deinen tanz am grund des tiefseebodens noch
schälst du elegant chitin am eis entlang bis es zerfällt

dein fühler streift die blauen salzmeerwogen
doch nun ist alles bloß dass ich entblößt
im glutenteint die schale meiner selbst verlier

du meeresfrucht bist wirklich schön und ganz im nackt
auch tief in mir


Lyrik, Haiku, Aphorismen und mehr von Bastian Kienitz findet ihr auf seinem KeinVerlag-Autorprofil: wa bash.

Hier geht es auch zu den 16 Fragen mit Bastian Kienitz.

Wort der Woche #167

Bei unseren regelmäßigen Online-Teamsitzungen ist im Laufe der Zeit die Tradition entstanden, dass jemand aus der Runde ein seltenes, vergessenes und/oder nicht aus dem Deutschen stammendes Wort vorstellt. Die Anderen raten daraufhin, was der besagte Begriff bedeutet bzw. woher dieser stammt.

Diese Sammlung möchten wir euch nicht länger vorenthalten und präsentieren daher die Rubrik „Wort der Woche“!

Viel Spaß beim mitraten!

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Werner Weimar-Mazur – atomdichter und zungenbecken (canto verbano)

zog hallgrím an den gletscher
und log gedichte
über die geburt der basalte
reiste ugla die henne
im gepäcknetz vom nordland nach reykjavík
kam unter die räder eines straßenkreuzers
und verlor ihr leben
da weinte das wollgras

wir lagen im gletscherbett
an seinem grund schlief der see
die berge ringsum
waren nunatakker
die inseln geschliffen
geschleifte drumlins
trieben wie boote dahin

ich ertastete deinen finerokörper
grünes gestein
das sich geschält hatte aus seinem erdmantel
trug ich stimmen in die wälder
schürfte sich seine haut wund an der erdkruste

lief die schwarze katze von links ins bild
konnte das gedicht gelingen

erweiterte ich meine sammlung um eine muschelschale
legte sie zwischen das pfennigstück
und das welkgepresste
blatt eines bergahorns

wog hallgrím das gewicht des mittelatlantischen rückens

(aus: Werner Weimar-Mazur: heimwehe. gesänge. Edition Offenes Feld (Hrsg. Jürgen Brôcan), Dortmund, 2022)


Jede Menge Lyrik, Prosa und mehr von Werner Weimar-Mazur findet ihr auf seiner Homepage: weimar-mazur.de

Hier geht es zu den 16 Fragen von Werner Weimar-Mazur.

Wort des Monats – April 2024

Jeden Monat möchten wir euch das beste, interessanteste, lustigste, bekloppteste Wort der Woche wählen lassen.

Ihr habt nun bis zum 31.05.2024 Zeit!

Wort des Monats – April 2024

Welches ist dein Wort des Monats?

Die Umfrage ist abgelaufen!

Falls ihr die besagten Wörter nochmals nachlesen möchtet:

Audio und Video, Ya’aburnee, honnet, Tohuwabohu